colliekopfkhcolliekopfkopf beardiekopf borderkopf bobtailkopfsheltiecardikopf1@ vom Flammenzauber

ÖCBH Zuchtbestimmungen

Das Ziel unseres Clubs ist, unsere Rassen nach dem FCI Standard zu züchten und die Zucht dieser Rassen zu fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es Pflicht jedes Züchters, sich an die Zuchtbestimmungen, die wir nachstehend bekannt geben, zu halten.

  1. Grundbedingung für die Zucht ist, dass beide Elternteile in das Österreichische Hundezuchtbuch (ÖHZB) eingetragen sind. Zugelassen sind außerdem Deckrüden aus dem Ausland, die in ein von der Federation Cynologique Internationale (FCI) anerkanntes Zuchtbuch eingetragen sind und den Zuchtbestimmungen des ÖCBH entsprechen. Keinesfalls dürfen Hündinnen ohne Ahnentafel, oder Hündinnen mit einer von der FCI nicht anerkannten Ahnentafel, gedeckt werden.

  2. Für die Zucht dürfen nur Tiere verwendet werden, die auf einer Ausstellung oder Zuchtschau in Österreich, an der sich der ÖCBH mit einer Sonderausstellung beteiligt, einen Formwert erhalten haben. Ebenso gelten Weltsiegerschauen, Sektionsausstellungen und alle Ausstellungen für die der ÖKV die Richter bestimmt, dem ÖCBH aber ein Vorschlagsrecht eingeräumt wurde.

  3. Für nicht in österreichischem Besitz stehende Rüden, damit sind Deckrüden aus dem Ausland gemeint, ist eine Beschreibung durch einen FCI anerkannten Formwertrichter/Zuchtrichter erforderlich die einem Mindestformwert, so wie er für die jeweilige Rasse/Geschlecht festgesetzt ist, entsprechen würde. Für Rüden die in Vertragsländern der FCI stehen, gelten sinngemäß die zugelassenen Richter des jeweiligen Landes, z.B. KC, AKC, CKC, ANKC, NKC, soweit sie berechtigt sind, Anwartschaften für die betreffenden Rassen zu vergeben.

    Mindestformwerte für die Zucht:

    Collie Langhaar und Kurzhaar: Rüden: sehr gut, Hündinnen: gut.
    Bearded Collie:Rüden: sehr gut, Hündinnen: gut.
    Sheltie:Rüden: sehr gut, Hündinnen: gut.
    Old English Sheepdog: Rüden: sehr gut, Hündinnen: gut.
    Welsh Corgi Cardigan und Welsh Corgi Pembroke:Rüden: sehr gut, Hündinnen: gut.
    Border Collie:Rüden: gut, Hündinnen: gut. Nur einer der beiden Zuchtpartner darf den Formwert gut aufweisen, der zweite Zuchtpartner muss zumindest den Formwert sehr gut erbringen.

    Welpen, deren Elterntiere ihre Zuchttauglichkeit nur durch die Mindestanforderungen nachgewiesen haben, (Formwert u. HD, bzw. Augenbefund), erhalten Normalzucht - Ahnentafeln. Welpen, deren Elterntiere einer Körung erfolgreich unterzogen wurden, erhalten Körzucht – Ahnentafeln. (Voraussetzungen siehe Körordnung)

    Für Border Collies ist außerdem die Leistungszucht möglich, Voraussetzungen sind dem Reglement zu entnehmen.

  4. Jeder Züchter muss sich vor jeder beabsichtigten Deckung, also rechtzeitig bevor die Hündin läufig wird, mit dem Zuchtwart wegen der Wahl des Rüden in Verbindung setzen.

  5. Für den Deckakt gelten folgende Grundsätze: Die Hündin muss rechtzeitig, mindestens 8 Tage vorher, beim Deckrüdenbesitzer angemeldet werden, muss gesund und darf nicht bösartig sein. Ihr originaler Abstammungsnachweis ist vorzulegen. Die Höhe der Deckgebühr, ob der Deckakt finanziell abgegolten wird und wann die Gebühr zu entrichten ist, sollte vor dem Deckakt, möglichst schriftlich festgelegt werden. Nur bei nachgewiesener Nichtaufnahme, nicht aber beim Verwerfen, pflegt der Eigentümer des Rüden, den Hund, wenn er noch immer in seinem Besitz steht, bei der nächsten Läufigkeit, ohne neuerliche Entschädigung zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung ist, dass auch die Hündin noch immer im selben Besitz steht. Die erfolgte Deckung ist vom Besitzer der Hündin dem Zuchtwart, sofort schriftlich, unter Angabe der Daten der beiden Tiere, mitzuteilen. Der vom Deckrüdenbesitzer ausgefüllte und unterschriebene Deckschein ist dem Besitzer der Hündin zu übergeben.

  6. Die Hündin muss zum Zeitpunkt der Deckung bei den Rassen Border Collie, Collie Lang- und Kurzhaar, Old English Sheepdog, Welsh Corgi Pembroke und Cardigan und Sheltie, ein Mindestalter von 13 Monaten erreicht haben. Bei den Bearded Collies muss die Hündin ein Mindestalter von 18 Monaten haben.

  7. Ein Rüde darf mit einem Mindestalter von 14 Monaten zu Deckung verwendet werden. Voraussetzung ist, dass er genügend kräftig ist. Eventuelle Ausnahmen nur mit Einverständnis des Zuchtwarts.

  8. HD Röntgen:
    Bei Bei folgenden Rassen muss vor Zuchtverwendung unbedingt ein HD Röntgenbefund vorliegen:
    Collie Langhaar und Kurzhaar
    Bearded Collie
    Border Collie
    Old English Sheepdog
    Sheltie

    Dieser Befund muss von einem, vom ÖCBH vorgeschlagenen Tierarzt sein. Eine Liste der ÖCBH Vertrauens- Tierärzte liegt beim Zuchtwart auf, bzw. ist auf der HP des ÖCBH http://www.huetehunde.at/allgemeines-zuechterservice/vertrauenstieraerzte einzusehen. Handelt es sich aber um einen Befund eines anderen Tierarztes, muss die Vet.Med.Univ. 1220 Wien, Josef Baumanngasse 1, über befunden. Wird ein Befund, der von einem Vertrauenstierarzt des ÖCBH ausgestellt wurde, angezweifelt, kann nur eine Überbefundung von der Vet. Med. Univ. Wien, anerkannt werden. Der Befund ist auf dem ÖCBH Formular auszustellen. Dieses Formular finden Sie auf der HP des ÖCBH unter http://www.huetehunde.at/images/stories/hdformular.pdf

  9. Zu jeder für die Zucht relevanten Untersuchung ist die originale Ahnentafel des Hundes zum Tierarzt mitzubringen, der die Untersuchung mit Datum und Untersuchungsergebnis und seinem Namen in die Ahnentafel einträgt und mit seiner Unterschrift bestätigt. Dies gilt nicht für die Welpenuntersuchung auf CEA.

  10. Zugelassene HD - Ergebnisse:

    Bei den Rassen:
    Border Collie
    Collie Lang- und Kurzhaar
    Old English Sheepdog
    Sheltie
    darf nur mit Hunden die entweder HD-frei (HD-A), bzw. HD-Verdacht (HD-B), bzw. HD-leicht (HD-C), in ihrem Befund nachweisen können, gezüchtet werden.

    Bearded Collies dürfen nur mit HD- frei (HD-A), oder HD-Verdacht (HD-B) in der Zucht verwendet werden.

    Rüden bzw. Hündinnen mit HD-Verdacht (HD-B) oder HD-leicht (HD-C). dürfen nur mit vollkommen HD-freien Partnern gepaart werden.

  11. Augenuntersuchungen:

    Alle in Österreich gezüchteten Welpen der Rassen:
    Border Collie
    Collie Lang- und Kurzhaar
    Sheltie
    müssen zwischen der 5. und 8. Lebenswoche von einem dem ECVO angehörenden Tierarzt, auf erbliche Augenkrankheiten untersucht werden. Die Eintragung in das ÖHZB ist nicht abhängig vom Ergebnis des Befundes. Die Befunde werden entweder bei der Wurfabnahme dem Zuchtwart oder dessen Beauftragten übergeben, oder vom untersuchenden Tierarzt oder vom Züchter an den Zuchtwart geschickt.

  12. Sollte sich ein Züchter für den CEA-DNA Test entscheiden, so entfällt die Pflichtuntersuchung bei einem ECVO Tierarzt im Welpenalter. Die Befunde der DNA Untersuchung müssen allerdings vor der Wurfabnahme, bzw. spätestens vor der Eintragung der Welpen in das ÖHZB, vorliegen. Bei im Welpenalter ausschließlich DNA getesteten Tieren, ist vor Zuchtverwendung, eine Untersuchung durch einen anerkannten Ophthalmologen (ECVO) vorzulegen. Eine Augenuntersuchung der Welpen hat in jedem Fall zu erfolgen, auch wenn beide Elternteile DNA getestet und für CEA-normal befunden wurden.

  13. Die Bezeichnung „clear by parentage“ für die DNA Untersuchungen auf CEA,TNS oder CL muss ebenfalls mit einem Befundbogen belegt werden, wenn sie in den Ahnentafeln der Welpen vermerkt werden soll. Die Laboratorien Optigen und GSS bieten beide einen Test an, um den genetischen Status für die Ahnentafeln rückzusichern. Ausführliche Informationen zu diesem DNA Test finden Sie auf der HP von Optigen www.optigen.com

  14. Weiters sind folgende Untersuchungen durchzuführen:
    Border Collie: Vor geplanter Zuchtverwendung muss bis zum vollendeten 7. Lebensjahr eine PRA/KAT Untersuchung bei einem dem ECVO angehörenden Tierarzt durchgeführt werden Zu beachten ist, dass der Befund auf PRA/KAT- nur 12 Monate Gültigkeit hat. Mit Tieren, die PRA oder KAT aufweisen, darf nicht gezüchtet werden.Um CEA befallene Welpen zu vermeiden, dürfen nicht CEA/DNA getestete Border Collies nur mit DNA normal getesteten Hunden verpaart werden und CEA carrier und CEA affected nur mit CEA/DNA normalen Tieren gepaart werden.
    Glaukom/Ligamentum Pecitinatum Abnormität muss mittels Gonioskopie, vor der 1. Zuchtverwendung untersucht werden, um Hunde mit Primärglaukom von der Zucht auszuschließen. Mit befallenen Hunden darf nicht gezüchtet werden.
    Welsh Corgi Cardigan: Vor geplanter Zuchtverwendung muss bis zum vollendeten 7. Lebensjahr eine PRA/KAT Untersuchung bei einem dem ECVO angehörenden Tierarzt durchgeführt werden. Zu beachten ist, dass der Befund auf PRA/KAT- nur 12 Monate Gültigkeit hat. Mit Tieren, die PRA oder KAT aufweisen, darf nicht gezüchtet werden.
    Sheltie: Um CEA befallene Welpen zu vermeiden, dürfen nicht CEA/DNA getestete Shelties nur mit DNA normal getesteten Hunden verpaart werden und CEA carrier und CEA affected nur mit CEA/DNA normalen Tieren gepaart werden. Vor jeder Verpaarung muss ein gültiger Befund für PRA/KAT vorgelegt werden.
    Collie Kurzhaar und Collie Langhaar: Paarungen, bei denen beide Zuchtpartner als CEA affected/befallen eingestuft wurden, sind untersagt. Ein CEA affected/befallener Hund kann nur mit einem CEA-DNA carrier/Träger, oder im Idealfall, mit einem CEA-genetisch freien Hund. Klinisch CEA freie Befunde werden nur dann anerkannt, wenn sie von ECVO Tierärzten erstellt wurden und der Hund, zum Zeitpunkt der Untersuchung, nicht älter als 7 Wochen war.
    Old English Sheepdog: Vor geplanter Zuchtverwendung muss bis zum vollendeten 7. Lebensjahr eine PRA/KAT Untersuchung bei einem dem ECVO angehörenden Tierarzt durchgeführt werden. Zu beachten ist, dass der Befund auf PRA/KAT- nur 12 Monate Gültigkeit hat. Mit Tieren, die PRA oder KAT aufweisen, darf nicht gezüchtet werden.
    Bearded Collie: Bei der Auswahl der Zuchtpartner, ist durch Gentest auf CEA sicher zu stellen, dass keine befallenen Welpen aus dem Wurf fallen können. Das heißt, zumindest einer der beiden Zuchtpartner muss getestet und CEA genetisch frei sein.

  15. Bei Hündinnen muss nach jedem Wurf eine Frist von 12 Monaten bis zum nächsten Wurf eingehalten werden. Ebenso bei erfolgtem Kaiserschnitt, auch wenn kein Welpe aufgezogen wurde. Eventuelle Ausnahmen nur mit Bewilligung des Zuchtwarts.

  16. Jeder gefallene Wurf ist dem Zuchtwart sofort zu melden. Dieser wird den Wurf besichtigen. Bei Verhinderung des Zuchtwarts wird eine von ihm genannte Person beauftragt. Die vom Vorstand festgesetzte Wurfabnahmepauschale wird dem Züchter bei der Ausstellung der Ahnentafeln verrechnet.

  17. Welpen dürfen unter 9 Wochen nicht abgegeben werden. Sie müssen mittels Mikrochip gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung der Welpen ist in jedem Fall so durchzuführen, dass bei der Wurfabnahme bereits jeder Welpe identifiziert werden kann. Welpen die im frühen Welpenalter an den Augen untersucht oder DNA getestet werden, müssen bereits vor der Augenuntersuchung gekennzeichnet werden, sodass der Befund jedem Welpen, zweifelsfrei zugeordnet werden kann.

  18. Hündinnen, die älter als 8 Jahre sind (vollendetes 8. Lebensjahr), dürfen nur mit besonderer Bewilligung des Zuchtwarts und nur in Ausnahmefällen für die Zucht verwendet werden.

  19. Spätestens 4 Wochen nach erfolgtem Wurf sind die Welpen auf den vorgeschriebenen Drucksorten, zwecks Eintragung in das ÖHZB, zu melden. Folgende Formulare sind notwendig:
    Deckbescheinigung
    Eintragungsformular
    Ahnentafel der Mutterhündin mit Eigentumsnachweis Original
    Fotokopie der Ahnentafel des Deckrüden mit Eigentumsnachweis
    Fotokopie der Zuchtstättenkarte
    Bestätigung über die erbrachte Zuchtvoraussetzung

  20. Die erforderlichen Drucksorten (Deckschein, Eintragungsschein) sind beim Zuchtwart anzufordern, oder im Internet auf der HP des ÖKV www.oekv.at auszufüllen, auszudrucken, und unterschrieben, mit den erwähnten Beilagen, an den Zuchtwart zu senden. Deck- und Wurfmeldungen (Eintragungsformular) können ab sofort auch zusätzlich im Internet erstellt werden. Dazu benötigt der Züchter einen eigenen Zugangscode zur „ÖKV HP Vereinsverwaltung“. Dieser ist über das ÖKV Büro – Frau Manner – per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu beantragen. Die Erstellung dieser Formulare beschleunigt und erleichtert die Erstellung der Ahnentafeln der Welpen, ersetzt aber nicht die Übergabe der unterschriebenen Formulare in Papierform an den Zuchtwart.

  21. Bestätigung über die Zuchtvoraussetzungen: Diese wird auf Wunsch vom Zuchtwart ausgestellt.
    Folgende Unterlagen sind zur Ausstellung beizubringen:
    Fotokopien sämtlicher Befunde
    Fotokopien eventueller Prüfungsbestätigungen
    Fotokopie des erforderlichen Formwertes
    Fotokopien eventueller Championurkunden

  22. Jeder angehende Züchter ist verpflichtet sich einen Zuchtstättennamen schützen zu lassen, welcher über den ÖKV, bei der FCI in Belgien geschützt wird. Die Wahl des Zuchtstättennamens steht dem Züchter frei. (Siehe dazu die ZO des ÖKV)

  23. Der Zuchtwart bearbeitet die Wurfmeldung, fertigt die Ahnentafeln aus und leitet sie an den ÖKV weiter. Von dort bekommt der Züchter die Papiere durch die Post, mit Zahlschein zugestellt.
    Jeder Züchter ist verpflichtet, gesundheitliche Mängel die an von ihm gezüchteten Tieren, egal in welchem Alter, festgestellt werden, an den Zuchtwart zu melden, auch wenn die betroffenen Tiere nicht für die Weiterzucht verwendet werden.
    Züchter, die sich nicht an diese Zuchtbestimmungen halten, können im Einklang mit der ÖKV ZEO, mit Verweigerung der Eintragung eines Wurfs in das A-Blatt belangt werden. Eintragungen in das B- Blatt des ÖHZB können mit der dreifachen Eintragungsgebühr belegt werden. Außerdem kann für solche Züchter der Ausschluss aus dem Club beantragt werden.

  24. Gebühren für die Eintragung eines Wurfes und Ausstellung der Ahnentafeln:
    Diese entnehmen Sie bitte der aktuellen Gebührentabelle im Internet oder erfragen sie beim Zuchtwart.

  25. Zusätzlich zur vorliegenden Zuchtordnung des ÖCBH haben natürlich übergeordnete Reglements, wie die ZEO des ÖKV und das Zuchtreglement der FCI Gültigkeit. Darüber hinaus sind das Österreichische Tierschutzgesetz, sowie die Österreichische Tierhalteverordnung zu beachten.

Mit der Veröffentlichung der Zuchtbestimmungen treten alle früheren Versionen außer Kraft.

November 1995, modifiziert 1996, 1997,2000, 2003, 2007, 2010, 2012, 2014 und 2015.

Gültig für alle Würfe mit Deckdatum ab 1.1.2016